Luca Lobzin Luca Lobzin
Zeit in der Natur verbringen

Raus bei Wind und Wetter. Luca Lobzin absolviert aktuell im ersten Lehrjahr die Ausbildung als Wasserbauer in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Lange überlegen, was er nach seinem Schulabschluss machen will, musste der Mecklenburger nicht. Schon während eines Praktikums in der Kleinstadt Parchim, die Außenbezirk des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lauenburg ist, war ihm klar: Ich will Wasserbauer werden. Während seiner Ausbildung lernt er viel über Holzbau, Wegebau und Schifffahrt. Er kümmert sich um die Wasserstraßen in der Region, befreit sie von Ästen und Baumstämmen und setzt Wehre und Schleusen instand. „Jeder Tag ist anders – mal übe ich in der Holzwerkstatt und an anderen Tagen ziehe ich gleich morgens meine Schnittschutzkleidung an, um Bäume und Büsche aufzuarbeiten“, so Luca. Besonders gern ist er draußen in der Natur und schwingt die Motorkettensäge. Nach seiner dreijährigen Ausbildung will er in einem Auslandspraktikum weitere Erfahrungen sammeln und dann seinen Wasserbaumeister machen.

Alyssa Dürr Alyssa Dürr
Mein kreatives und handwerkliches Herz höher schlagen lassen

Polstermöbel, zum Beispiel Sessel, sind die Leidenschaft der 25-jährigen Alyssa Dürr. Je älter sie sind, desto besser. Die junge Frau möchte sich in Zukunft darauf spezialisieren, alten Möbeln neues Leben einzuhauchen. „Mit extravaganten Stoffen und einer elegant schlichten Polsterung“, sagt sie. Lange ist es nicht mehr hin, bis zu ihrem Abschluss als Raumausstatterin. Sie lernt im dritten Ausbildungsjahr bei der Rostocker WohnRaum-Manufaktur EIKBOOM. Es sind vor allem Kundenaufträge, die sie ausführt: Gardinen, Kissen, tapezierte Wände. Das Handwerkliche hat sie schon immer in den Bann gezogen. Trotzdem wählte sie zunächst eine andere Ausbildung, bis sie den Schritt in eine neue Zukunft wagte. Auf die Ausbildung aufmerksam wurde sie durch eine Stellenanzeige in der Zeitung. „Mir war gar nicht bewusst, dass es diesen Beruf überhaupt gibt“, so die 25-Jährige. Jetzt hat sie ihren Traumjob gefunden.

Patrick Postma Patrick Postma
Tag für Tag neue
Herausforderungen

Früh aufzustehen ist für den 18-jährigen Patrick Postma Alltag. Spätestens um 7 Uhr treffen er und seine Kolleginnen und Kollegen sich in dem landwirtschaftlichen Betrieb Hof Karp, um zu besprechen, was am Tag anliegt: Acker-, Werkstatt- oder Stallarbeiten. Der junge Mann ist angehender Landwirt und lernt in dem Familienbetrieb in Kraak in der Nähe von Ludwigslust. Die Ausbildung wurde dem jungen Mann förmlich in die Wiege gelegt. Er ist in einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb aufgewachsen, und die Arbeit mit Tieren und Maschinen faszinierte ihn schon immer. „Da war für mich früh klar, dass ich die Ausbildung als Landwirt machen möchte.“ Patrick ist viel an der frischen Luft – auf dem Feld oder bei den Kühen im Stall. Langeweile kennt er nicht: Die Tiere müssen gefüttert und gepflegt sowie ihre Gesundheit überwacht werden. Auch auf dem Feld warten ständig neue Herausforderungen auf ihn: Weizen, Gerste, Ackergras oder auch Mais müssen ausgesät, gedüngt, geschützt und geerntet werden. Dafür kommen große, moderne Maschinen zum Einsatz. Diese optimal einzusetzen, bedeutet viel Verantwortung für Patrick. Nach seiner Ausbildung möchte sich der Mecklenburger als Agrarbetriebswirt weiterbilden und so viele Erfahrungen wie möglich sammeln. Mit einem ganz konkreten Ziel vor Augen: Einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb aufbauen und führen.

Angelina Siebert Angelina Siebert
Spaß an großen Maschinen

Harte körperliche Arbeit, schwere Geräte und extrem hohe Temperaturen: Damit kennt sich Angelina Siebert aus. Die 21-Jährige ist derzeit im dritten Jahr ihrer Ausbildung zur Gießereimechanikerin in der Eisengießerei Torgelow, die nach einer schwierigen Zeit eine Zukunftsperspektive erhalten soll. Während große Maschinen auf andere Menschen angsteinflößend wirken, sind es genau diese Herausforderungen, die Angelina Siebert an ihrer Ausbildung schätzt: „Den großen Kran zu bedienen oder einen Stapler zu fahren, macht mir großen Spaß.“ Je nach Schicht fängt der Arbeitstag der jungen Frau mal früher und mal später an. Dann geht’s los – der Schichtleiter sagt, was anliegt: Beispielsweise Zeichnungen von Gussformen herstellen, das Metall bei über 1.500 Grad Celsius in die richtige Form bringen oder auch bereits bestehende Formen zusammenbauen. Da sind Fingerspitzengefühl und Vorstellungskraft gefragt. Nicht mehr lange, dann hat Angelina ihre dreieinhalbjährige Ausbildung geschafft. Ihr Ziel: „Über eine Festanstellung würde ich mich sehr freuen.“