Das Referendariat - die zweite Phase der Lehrerausbildung

Nach einem abgeschlossenen Studium für ein Lehramt beginnt in Mecklenburg-Vorpommern der Vorbereitungsdienst/das Referendariat. Aufbauend auf das Studium bereiten die Referendarinnen und Referendare ihren Unterricht unter Anleitung vor, führen ihn durch und werten ihn aus. Dabei lernen sie die Schule intensiv kennen. Am Ende des Referendariats sind sie für ihre Aufgabe gut vorbereitet.

Bewerbung

Bewerben kann sich, wer die Erste Staatsprüfung oder einen vergleichbaren Abschluss (z.B. Master of Education) für eines der folgenden Lehrämter besitzt:

  • Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen
  • Lehramt an Regionalen Schulen
  • Lehramt an Gymnasien
  • Lehramt an Beruflichen Schulen
  • Lehramt für Sonderpädagogik


Beamtin/Beamter auf Widerruf

Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt als Beamtin oder Beamter auf Widerruf  entweder zum 1. Februar oder zum 1. August eines jeden Jahres  für die Dauer von18 bzw. 24 Monaten. Eine Verkürzung des Referendariats ist auf Antrag möglich.


Ausbildungkonzept

Die Ausbildung erfolgt im studierten Lehramt und den studierten Fächern an drei „Orten“:

  • Die Ausbildungsschule(n): Hier werden die Referendarinnen und Referendare durch eine erfahrene Lehrkraft, die als Mentor/in durchgehend für einen/eine Referendar/in verantwortlich ist, unterstützt.
  • Die Seminarschule: Hier nehmen sie an pädagogischen Veranstaltungen teil, die von Studienleiterinnen und Studienleitern organisiert werden.
  • Das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V): Hier führen Fachleiterinnen und Fachleiter Seminare zu schulrechtlichen, fachdidaktischen und methodischen Themen durch.


Für die Veranstaltungen an der Seminarschule sowie die Fachseminare des IQ M-V steht der Mittwoch als Seminartag zur Verfügung.
In den ersten sechs Monaten der Ausbildung hospitieren die Referendarinnen und Referendare und üben das Unterrichten gemeinsam mit ihren Mentorinnen und Mentoren.
In den sich anschließenden zwölf Monaten erteilen die Referendarinnen und Referendare eigenverantwortlichen Unterricht im Umfang von zehn Wochenstunden.


Abschluss

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab. Zu dieser gehört eine

  • Bewährungsnote für den Vorbereitungsdienst,
  • eine Hausarbeit (einschließlich Lehrprobe) und
  • Lehrproben in den studierten Fächern und Fachrichtungen.

Mit der Bewerbung müssen Sie unten genannte Dokumente einreichen bzw. bei der Online-Bewerbung hochladen. Einige sind zwingend (z.B. Kopie des Personalausweises), andere sind optional: Wenn Sie z.B. bereits unterrichtet haben und diese Erfahrung geltend machen wollen, können Sie den Nachweis dafür einreichen.

Dokumente, die der Bewerbung für einen Platz im Vorbereitungsdienst beigefügt werden müssen:

  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • aktueller tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild, das nicht älter als drei Monate ist
  • Geburtsurkunde
  • Nachweis der Hochschulreife
  • Zeugnis über das Bestehen der für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst erforderlichen Prüfung
    Hinweis: Wenn im Zeugnis keine Berechnungsnote (Note mit Kommastelle) enthalten ist, fügen Sie bitte eine Bescheinigung vom Prüfungsamt bei, aus der diese hervorgeht.
    Achtung: Bei Bewerbungen ohne o.g. Zeugnis sind im Falle der Gewährung einer Nachreichfrist stattdessen Studienverlaufsbescheinigungen einzureichen, aus denen die studierten Fächer hervorgehen.
  • ggf. Nachweis über Unterrichtstätigkeiten an einer Schule im Sinne des Schulgesetzes Mecklenburg-Vorpommern (unterschrieben von der Schulleitung).
  • ggf. Heiratsurkunde oder die Urkunde über eine eingetragene Lebenspartnerschaft
  • ggf. Urkunde über Namensänderungen
  • ggf. Gerichtsbeschluss über die Scheidung oder über die Aufhebung der Lebenspartnerschaft
  • ggf. Geburtsurkunde/n des Kindes/ der Kinder
  • ggf. Nachweis über den Status als Alleinerziehende/r (Haushaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes)
  • ggf. Schwerbehindertenausweis
  • ggf. Nachweis über bereits geleistete Vorbereitungsdienstzeiten einschließlich Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakte
  • ggf. Nachweise über Ablehnungen der Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern aus Kapazitätsgründen
  • ggf. Nachweise über Zivildienst- oder (freiwillige) Wehrdienstzeiten oder über die Ableistung eines freiwilligen sozialen/ökologische/kulturellen Jahres bzw. des Bundesfreiwilligendienstes
  • ggf. weitere Zeugnisse, mit denen die Voraussetzungen für eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst nachgewiesen werden sollen

Folgende Dokumente fordern wir bei Ihnen erst mit der Einstellung an. Eine Übersicht bzw. entsprechende Vordrucke senden wir Ihnen zu.

  • amtlich beglaubigte Kopie des Zeugnisses über das Bestehen der für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst erforderlichen Prüfung (ggf. zusätzlich die Bescheinigung über die Gesamtnote)
  • amtlich beglaubigte Kopie weiterer eingereichter Zeugnisse, mit denen die Voraussetzungen für eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst nachgewiesen werden sollen
  • amtlich beglaubigte Kopien der Übersetzungen von nicht in deutscher Sprache ausgestellten Bescheinigungen und/oder Zeugnissen
  • ggf. amtlich beglaubigte Kopie des Schwerbehindertenausweises
  • ggf. Original des Nachweises über den Status als Alleinerziehende/r (Haushaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes)
  • Erklärung über Strafen
  • Erklärung über Staatsangehörigkeit
  • Erklärung zur Verfassungstreue
  • ggf. Original des Nachweises über Unterrichtstätigkeiten an einer Schule im Sinne des Schulgesetzes Mecklenburg-Vorpommern
  • erweitertes behördliches Führungszeugnis gem. § 30a Abs. 1 BZRG, das nicht älter als sechs Monate ist (gerechnet vom Einstellungszeitpunkt)
  • amtsärztliches Gutachten (im Falle der Verbeamtung)

Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Bewerbung für das Referendariat

Karoline Hauser

E-Mail:
k.hauser@bm.mv-regierung.de
Telefon:
+ 49 (0) 385 588 7252