Ländliche Schulen stellen sich vor

Schulmesse Rostock 2017 (Foto: ZLB/Uni Rostock)

Raus auf‘s Land! Aber wo ist es schön und lebenswert, welche Schulen bieten Praktikumsplätze und Referendariatsstellen, welche Unterstützung bieten die Gemeinden? All diese Fragen können Lehramtsstudierende jeden Herbst stellen und sich informieren – bei den Schulmessen an den Universitäten Rostock und Greifswald. 

So erfahren Sie, wo es freie Stellen oder sogar Fahrkostenzuschüsse oder kostenlose Unterkünfte gibt. Sie können möglichst früh Praktika oder später Ihren Vorbereitungsdienst an ländlichen Schulen anbahnen, bei denen Sie dann Orte und Landschaften, Schulen und das Landlehrersein kennen und vielleicht lieben lernen.

Damit sich interessierte Lehramtsstudierende einen Überblick über die Schulen im ländlichen Raum und deren Profile verschaffen können, werden seit 2017 diese Messen durch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit Unterstützung durch die Schulämter, Landkreise und Kommunen, organisiert.

Bei der ersten Schulmesse Ende November 2017 präsentierten sich an der Universität Greifswald und der Universität Rostock Schulen aller Schularten oder auch Schulregionen aus dem ländlichen Raum ca. 250 Studierenden. Aufgrund des positiven Feedbacks wurde das Angebot Mitte November 2018 wiederholt, auf mehr Schulen ausgeweitet und um berufliche und freie Schulen ergänzt. Auch diese Messe fand einen großen Anklang bei allen Beteiligten, erreichte sogar 375 Studierende und wird ebenfalls evaluiert.

Aufgrund der positiven Resonanz und der zahlreiche Vermittlungserfolge werden 2019 zum 3. Mal landesweite Schulmessen durchgeführt: Am Mi. 20.11. an der Universität Rostock und am 27.11. an der Universität Greifswald, jeweils 14:30-16:30 Uhr. Orte und weitere Informationen finden Sie auf dem Karriereportal für den Schuldienst in MV unter Info-Veranstaltungen.

Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare ins Land zu bringen, ist Ziel des Kooperationsprojekts „Bildung im ländlichen Raum“. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur haben gemeinsam mit den Schulämtern sowie den Schulträgern, Landkreisen und Kommunen mehrere innovative Formate entwickelt, um Lehrkräfte für den ländlichen Raum zu gewinnen.

Im Herbst stellen sich Schulen aus den ländlichen Räumen auf Schulmessen an den lehrerbildenden Universitäten vor. Im Frühsommer 2019 machen sich Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen erstmals bei einer Landpartie vor Ort ein persönliches Bild vom Arbeiten und Leben als Landlehrer/in.

Die Phasen des Lehramtsstudiums übergreifend, entstehen daraus Schulkontakte im ländlichen Raum, die zu Praktikumsplätzen und Referendariatsstellen führen. So erhöht sich nicht nur der Praxisbezug des Lehramtsstudiums, sondern vor allem erweitern sich die Perspektiven der Studierenden um lohnenswerte Alternativen jenseits der nahe liegenden städtischen Schulen der Universitätsstandorte.

Die Schulmessen und die Landpartie machen die Attraktivität des ländlichen Raums und die ländlichen Schulen als Regionszentrum erlebbar. Damit zeigt Mecklenburg-Vorpommern, dass die das Bundesland prägenden ländlichen Räume erstrebenswerte Orte zum Leben und Arbeiten sind – auch und gerade für junge Menschen und Familien.