Liebe Lehramtsstudierende,

bedauerlicher Weise kann aufgrund der Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung die 2. LehrerbildungsLANDPARTIE des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung und des Bildungsministeriums 2020 NICHT stattfinden.

Land erfahren. Schule erleben.

Raus aufs Land und Landluft schnuppern! Die Lehrerbildungslandpartie machts möglich und bringt Studierende des Lehramts nach Vorpommern, um Orte und Landschaften, Schulen und das Lehrersein kennen und vielleicht lieben zu lernen. 

So verbinden sich das grundsätzliche Informationsinteresse und die Bereitschaft der Studierenden, im ländlichen Raum zu arbeiten und zu leben, mit konkreten Erfahrungen. Es werden direkte Kontakte für das Praktikum oder den Vorbereitungsdienst an ländlichen Schulen geknüpft. Durch ein didaktisches Programm erhöht sich außerdem der Praxisbezug im Lehramtsstudium. Das Begleitprogramm zeigt die Attraktivität des ländlichen Raumes und insbesondere der Grenzregion zur Metropole Stettin als Ort zum Leben und Arbeiten auch für junge Leute und gerade für Familien auf.

Im Sommer 2019 wurde die Lehrerbildungslandpartie erstmals angeboten, gemeinsam erarbeitet vom landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das die Finanzierung übernahm. Außerdem gab es Unterstützung von der Universität Rostock, der Universität Greifswald und den Schulträgern, Kommunen und Landkreisen.

Die Kooperationspartner haben im Projekt „Bildung im ländlichen Raum“ schon überaus erfolgreiche Schulmessen etabliert, bei denen sich im November Schulen aus dem ländlichen Raum an den lehrerbildenden Universitäten Greifswald und Rostock präsentieren. Die Lehrerbildungslandpartie wirkt in die andere Richtung: Hier bewegen sich Lehramtsstudierende direkt zu den Schulen in den ländlichen Raum. 2019 ging es zunächst im „Lehrer-in-MV-Bus“ an ausgewählte Grundschulen und Regionale Schulen im Schulamtsbereich Vorpommern-Greifswald, 2020 war geplant, erstmals auch den Schulamtsbereich Neubrandenburg zu besuchen.

Aufgrund der Schulschließungen und der aktuellen einschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus kann die 2. LehrerbildungsLANDPARTIE 2020 leider nicht stattfinden.

Der Lokschuppen Pasewalk ist ein Museum mit Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Regierungszug der DDR und Träger des Nordkurier-Spielstättenpreises 2013 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Adresse:
Lokschuppen Pomerania e.V. - Eisenbahnerlebniszentrum
Speicherstr. 14
17309 Pasewalk
www.lokschuppen-pomerania.de

Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare ins Land zu bringen, ist Ziel des Kooperationsprojekts „Bildung im ländlichen Raum“. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur haben gemeinsam mit den Schulämtern sowie den Schulträgern, Landkreisen und Kommunen, mehrere innovative Formate entwickelt, um Lehrkräfte für den ländlichen Raum zu gewinnen.

Jedes Jahr im November stellen sich seit 2017 Schulen aus den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns auf Schulmessen an den lehrerbildenden Universitäten vor. Anfang Juni 2019 machten sich Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen erstmals bei der Landpartie vor Ort ein persönliches Bild vom Arbeiten und Leben als Landlehrer/in. Nach dem großen Erfolg sollte es Ende Mai 2020 wieder eine Landpartie geben, die aufgrund Corona jedoch verschoben werden musste. Alle Beteiligten hoffe, 2021 wieder neue Schulen erlebbar machen zu können.

Die Phasen des Lehramtsstudiums übergreifend, entstehen daraus Schulkontakte im ländlichen Raum, die zu Praktikumsplätzen und Referendariatsstellen führen. So erhöht sich nicht nur der Praxisbezug des Lehramtsstudiums, sondern vor allem erweitern sich die Perspektiven der Studierenden um andere mögliche Alternativen jenseits der nahe liegenden städtischen Schulen der Universitätsstandorte.

Die Schulmessen und die Landpartie machen die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensort und der ländlichen Schulen als Regionszentren erlebbar. So zeigt Mecklenburg-Vorpommern, dass seine ländlichen Räume erstrebenswerte Orte zum Leben und Arbeiten sind – auch und gerade für junge Menschen und Familien.