Liebe Lehramtsstudierende,

Bettina Martin, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Foto: Ute Grabowsky, photothek.de

nach dem großen Erfolg der ersten LehrerbildungsLANDPARTIE laden wir Sie hiermit ein, sich einen ersten Eindruck über das Lehrer*innenleben auf dem Lande zu verschanken! Kommen Sie mit nach Vorpommern und ins Mecklenburgische Seenland und erfahren Sie, wo man nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben kann.

Die 2. LehrerbildungsLANDPARTIE des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung und des Bildungsministeriums führt Studierende der allgemein bildenden Lehrämter aus Rostock und Greifswald an Schulen im ländlichen Raum. Sie treffen Lehrerinnen und Lehrer, knüpfen Kontakte für Praktika oder das Referendariat und teilen ihre Erlebnisse mit anderen Studierenden.

Am 25. Mai geht’s los zur viertägigen Bustour – ich freue mich auf Sie und wieder eine tolle Tour!

Bettina Martin
Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Land erfahren. Schule erleben.

Raus aufs Land und Landluft schnuppern! Die Lehrerbildungslandpartie machts möglich und bringt Studierende des Lehramts nach Vorpommern, um Orte und Landschaften, Schulen und das Lehrersein kennen und vielleicht lieben zu lernen. 

So verbinden sich das grundsätzliche Informationsinteresse und die Bereitschaft der Studierenden, im ländlichen Raum zu arbeiten und zu leben, mit konkreten Erfahrungen. Es werden direkte Kontakte für das Praktikum oder den Vorbereitungsdienst an ländlichen Schulen geknüpft. Durch ein didaktisches Programm erhöht sich außerdem der Praxisbezug im Lehramtsstudium. Das Begleitprogramm zeigt die Attraktivität des ländlichen Raumes und insbesondere der Grenzregion zur Metropole Stettin als Ort zum Leben und Arbeiten auch für junge Leute und gerade für Familien auf.

Im Sommer 2019 wurde die Lehrerbildungslandpartie erstmals angeboten, gemeinsam erarbeitet vom landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das die Finanzierung übernahm. Außerdem gab es Unterstützung von der Universität Rostock, der Universität Greifswald und den Schulträgern, Kommunen und Landkreisen.

Die Kooperationspartner haben im Projekt „Bildung im ländlichen Raum“ schon überaus erfolgreiche Schulmessen etabliert, bei denen sich im November Schulen aus dem ländlichen Raum an den lehrerbildenden Universitäten Greifswald und Rostock präsentieren. Die Lehrerbildungslandpartie wirkt in die andere Richtung: Hier bewegen sich Lehramtsstudierende direkt zu den Schulen in den ländlichen Raum. 2019 ging es zunächst im „Lehrer-in-MV-Bus“ an ausgewählte Grundschulen und Regionale Schulen im Schulamtsbereich Vorpommern-Greifswald, 2020 kommt der Schulamtsbereich Neubrandenburg hinzu.

Nach dem großen Erfolg der ersten LehrerbildungsLANDPARTIE starten am Montag, 25. Mai 2020 rund 40 Studierende der allgemeinbindenden Lehrämter aus Rostock und Greifswald zur 2. LehrerbildungsLANDPARTIE. Sie führt zunächst wieder nach Pasewalk zum Tagungs- und Übernachtungsort Lokschuppen (Museum im ehemaligen DDR-Regierungszug), wo abends ein Get-Together stattfindet.

Am Dienstag, 26. Mai, steht ein Schulbesuch auf dem Schulcampus Löcknitz an; am Nachmittag vermittelt eine Exkursion in die nahegelegene, aufstrebende Metropole Stettin ein Gefühl für das Kultur-, Hochschul-, Industrie- und Verkehrszentrum im polnischen EU-Nachbarland.

Am Mittwoch, 27. Mai, stehen Neustrelitz und Klein Nemerow auf dem Programm, am Donnerstag, 28. Mai, geht es über Ferdinandshof wieder zurück nach Greifswald und Rostock.

An den Vormittagen nehmen die Studierenden in kleinen Gruppen am Unterricht und der Schulspeisung teil und erleben hautnah den Alltag des Lehrpersonals. An den Nachmittagen geben Schulcampusbesichtigungen Einblicke in weitere potentielle Tätigkeitsorte.

An den Nachmittagen und Abenden soll es um die Wohnortwahl und das Lebensgefühl in diesen ländlichen Regionen gehen. Talkrunden mit Vertreterinnen der lokalen und regionalen Politik, Schulen und Wirtschaft beantworten Fragen nach Entwicklungs- und Karriereperspektiven. Kooperationspartner und Vereine stellen sich vor oder organisieren Aktivitäten, Sehenswürdigkeiten werden besichtigt usw.

Organisatorische Hinweise:

Die Anmeldung ist vss. ab März 2020 möglich.

Der Lokschuppen Pasewalk ist ein Museum mit Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Regierungszug der DDR und Träger des Nordkurier-Spielstättenpreises 2013 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Adresse:
Lokschuppen Pomerania e.V. - Eisenbahnerlebniszentrum
Speicherstr. 14
17309 Pasewalk
www.lokschuppen-pomerania.de

Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare ins Land zu bringen, ist Ziel des Kooperationsprojekts „Bildung im ländlichen Raum“. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur haben gemeinsam mit den Schulämtern sowie den Schulträgern, Landkreisen und Kommunen, mehrere innovative Formate entwickelt, um Lehrkräfte für den ländlichen Raum zu gewinnen.

Jedes Jahr im November stellen sich seit 2017 Schulen aus den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns auf Schulmessen an den lehrerbildenden Universitäten vor. Anfang Juni 2019 machten sich Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen erstmals bei der Landpartie vor Ort ein persönliches Bild vom Arbeiten und Leben als Landlehrer/in. Nach dem großen Erfolg wird es Ende Mai 2020 wieder eine Landpartie geben, die neue Schulen erlebbar macht.

Die Phasen des Lehramtsstudiums übergreifend, entstehen daraus Schulkontakte im ländlichen Raum, die zu Praktikumsplätzen und Referendariatsstellen führen. So erhöht sich nicht nur der Praxisbezug des Lehramtsstudiums, sondern vor allem erweitern sich die Perspektiven der Studierenden um andere mögliche Alternativen jenseits der nahe liegenden städtischen Schulen der Universitätsstandorte.

Die Schulmessen und die Landpartie machen die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensort und der ländlichen Schulen als Regionszentren erlebbar. So zeigt Mecklenburg-Vorpommern, dass seine ländlichen Räume erstrebenswerte Orte zum Leben und Arbeiten sind – auch und gerade für junge Menschen und Familien.