Liebe Lehramtsstudierende,

Birgit Hesse (Foto: Silke Winkler)

wenn Sie wissen wollen, wie das Lehrerleben auf dem Lande wirklich aussieht, dann kommen Sie mit auf die Landpartie des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung durch Mecklenburg-Vorpommern!

Auf der dreitägigen Bustour lernen Sie Grundschulen und Regionale Schulen im ländlichen Raum kennen. Sie treffen Lehrerinnen und Lehrer und können Ihre Erlebnisse mit anderen Studierenden teilen. Erfahren Sie, wo Sie nicht nur gut arbeiten, sondern auch gut leben können – vom Praktikum übers Referendariat bis hin zum richtigen Job. Los geht’s am 3. Juni 2019 in Rostock und Greifswald.

Ich freue mich auf Sie und eine tolle Tour.

Birgit Hesse
Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Land erfahren. Schule erleben.

Raus auf's Land und Landluft schnuppern! Die Lehrerbildungslandpartie macht’s möglich und bringt Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen nach Vorpommern, um Orte und Landschaften, Schulen und das Lehrersein kennen und vielleicht lieben zu lernen. 

So wird das grundsätzliche Informationsinteresse und die Bereitschaft der Studierenden, im ländlichen Raum zu arbeiten und zu leben, mit konkreten Erfahrungen verknüpft. Es werden direkte Kontakte für das Praktikum oder den Vorbereitungsdienst an ländlichen Schulen geknüpft. Durch ein didaktisches Programm erhöht sich außerdem der Praxisbezug im Lehramtsstudium. Das Begleitprogramm zeigt die Attraktivität des ländlichen Raumes und insbesondere der Grenzregion zur Metropole Stettin als Ort zum Leben und Arbeiten auch für junge Leute und gerade für Familien auf.

Im Sommer 2019 wird die Lehrerbildungslandpartie erstmals angeboten, gemeinsam erarbeitet und finanziert vom landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, mit Unterstützung von der Universität Rostock, der Universität Greifswald und den Schulträgern, Kommunen und Landkreisen.

Die Kooperationspartner haben im Projekt „Bildung im ländlichen Raum“ schon überaus erfolgreiche Schulmessen etabliert, bei denen sich im November Schulen aus dem ländlichen Raum an den lehrerbildenden Universitäten Greifswald und Rostock präsentieren. Die Lehrerbildungslandpartie wirkt in die andere Richtung: Hier bewegen sich Lehramtsstudierende direkt zu den Schulen in den ländlichen Raum. 2019 geht es zunächst im „Lehrer-in-MV-Bus“ an ausgewählte Grundschulen und Regionale Schulen in der Region Pasewalk, Löcknitz, Torgelow und Ueckermünde.

Am Montag, 3. Juni 2019, starten rund 40 Lehramtsstudierende aus Rostock und Greifswald zur Lehrerbildungslandpartie nach Pasewalk zum Tagungs- und Übernachtungsort Lokschuppen (Museum im ehemaligen DDR-Regierungszug).

Am Dienstag und Mittwoch, 4. und 5. Juni, stehen Schulbesuche in Pasewalk, Löcknitz, Torgelow und Ueckermünde auf dem Programm. An den Vormittagen nehmen die Studierenden – zum Beispiel an der Regionalen Schule mit Grundschule Pasewalk – in kleinen Gruppen am Unterricht und der Mittagsversorgung teil und erleben hautnah den Alltag des Lehrpersonals. An den Nachmittagen geben Schulcampusbesichtigungen Einblicke in weitere potenzielle Tätigkeitsorte.

An den Abenden soll es um die Wohnortwahl und das Lebensgefühl in der ländlichen Grenzregion gehen. Eine Talkrunde mit Vertreterinnen und Vertretern aus Lokal- und Regionalpolitik, Schulen und Wirtschaft beantwortet Fragen nach Entwicklungs- und Karriereperspektiven. Eine Exkursion in die nahegelegene aufstrebende Metropole Stettin vermittelt ein Gefühl für das Kultur-, Hochschul-, Industrie- und Verkehrszentrum im polnischen EU-Nachbarland.

Mit Beginn der Bewerbungsfrist Mitte März wird hier das detaillierte Programm veröffentlicht.

Die Landpartie 2019 ist auf max. 44 Studierende beschränkt und wird vom ZLB und dem Bildungsministerium begleitet. 

Bewerben können sich Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen der Universitäten Rostock und Greifswald, die im 5. Semester sind (wenn sie ein Praktikum im ländlichen Raum planen) bzw. im 8./9. Semester (wenn sie den Vorbereitungsdienst im ländlichen Raum antreten wollen).

Die Bewerbung erfolgt ab Mitte März mit Freischaltung des Bewerbungsformulars und bis spätestens 4. April 2019:

  • per E-Mail an Dörte Wolter (doerte.wolter@uni-rostock.de)
  • mit dem vollständig ausgefüllten Bewerbungsformular (u.a. Angabe der Art des Lehramtes sowie studierter Fächer und Semesterzahl). Darin sind zwei offene Motivationsfragen zu beantworten sowie eine Foto-/Filmerlaubnis abzugeben, da auf der Lehrerlandpartie von den öffentlichen Medien sowie zu Zwecken der Lehrerwerbung des Landes Mecklenburg-Vorpommern Film- und Tonaufnahmen gemacht werden.

Die Kosten für den Transport, eine Führung im Lokschuppen, zwei Übernachtungen im Doppelabteil mit Frühstück sowie alle didaktischen und schulischen Angebote tragen die Veranstalter ZLB und Bildungsministerium anteilig. Weitere Sponsoren und Unterstützer werden separat ausgewiesen.

Die Kosten für die Mittagsverpflegung (2x) zum Schülerpreis, ein Abendessen in Stettin sowie Verpflegung in der Freizeit müssen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst beglichen werden.

Wir raten dazu, sich vor der Hinfahrt mit einem ausreichenden Mittagessen zu stärken und Proviant für die Reise mitzunehmen.

Der Lokschuppen Pasewalk ist ein Museum mit Übernachtungsmöglichkeiten im ehemaligen Regierungszug der DDR und Träger des Nordkurier-Spielstättenpreis 2013 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Adresse:
Lokschuppen Pomerania e.V. - Eisenbahnerlebniszentrum
Speicherstr. 14
17309 Pasewalk
www.lokschuppen-pomerania.de

Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare ins Land zu bringen, ist Ziel des Kooperationsprojekts „Bildung im ländlichen Raum“. Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur haben gemeinsam mit den Schulämtern sowie den Schulträgern, Landkreisen und Kommunen, mehrere innovative Formate entwickelt, um Lehrkräfte für den ländlichen Raum zu gewinnen.

Im Herbst stellen sich Schulen aus den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns auf Schulmessen an den lehrerbildenden Universitäten vor. Im Frühsommer 2019 machen sich Studierende der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen erstmals bei der Landpartie vor Ort ein persönliches Bild vom Arbeiten und Leben als Landlehrer/in.

Die Phasen des Lehramtsstudiums übergreifend, entstehen daraus Schulkontakte im ländlichen Raum, die zu Praktikumsplätzen und Referendariatsstellen führen. So erhöht sich nicht nur der Praxisbezug des Lehramtsstudiums, sondern vor allem erweitern sich die Perspektiven der Studierenden um andere mögliche Alternativen jenseits der nahe liegenden städtischen Schulen der Universitätsstandorte.

Die Schulmessen und die Landpartie machen die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensort und der ländlichen Schulen als Regionszentren erlebbar. So zeigt Mecklenburg-Vorpommern, dass seine ländlichen Räume erstrebenswerte Orte zum Leben und Arbeiten sind – auch und gerade für junge Menschen und Familien.