Das Referendariat - die zweite Phase der Lehrerausbildung

Nach einem abgeschlossenen Studium für ein Lehramt beginnt in Mecklenburg-Vorpommern der Vorbereitungsdienst. Aufbauend auf das Studium bereiten die Referendarinnen und Referendare ihren Unterricht erst unter Anleitung und später eigenverantwortlich vor, führen ihn durch und werten ihn aus. Dabei lernen sie die Schule intensiv kennen. Am Ende des Referendariats sind sie für ihre Aufgabe gut vorbereitet.

Der „reguläre“ Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate, der Vorbereitungsdienst in Form der Doppelqualifikation 24 Monate. 

Die Ausbildung erfolgt im studierten Lehramt und den studierten Fächern an drei „Orten“:

  • Die Ausbildungsschule(n): Hier werden Sie in jedem der beiden studierten Fächer durch eine erfahrene Lehrkraft, die als Mentor oder Mentorin durchgehend für Sie  verantwortlich ist, unterstützt.
  • Die Seminarschule: Hier nehmen sie an pädagogischen Seminaren teil, die von Studienleiterinnen und Studienleitern organisiert werden. Die Seminarschule befindet sich in der Nähe der Ausbildungsschule, oftmals sind sie sogar identisch. 
  • Das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V): Hier führen Fachleiterinnen und Fachleiter Seminare in Ihren studierten Fächern zu schulrechtlichen, fachdidaktischen und methodischen Themen durch.

Die Ausbildung beginnt mit dem offiziellen Dienstantritt. In einem feierlichen Rahmen werden Sie auf Widerruf verbeamtet bzw. erhalten Ihren Ausbildungsvertrag. Im weiteren Verlauf des Tages erhalten Sie entsprechend Ihrem Lehramt Informationen zum Vorbereitungsdienst und Belehrungen. In den danach folgenden Tagen finden in Abhängigkeit von Ihrem Lehramt Blockseminare bzw. weitere Einführungsveranstaltungen statt. Alle Infos hierzu erhalten Sie spätestens mit der Einladung zum Dienstantritt.

In den ersten Wochen machen Sie sich mit der Situation an der Ausbildungsschule vertraut.

Nach einer Hospitationsphase in allen Klassenstufen unterrichten Sie unter Begleitung des Mentoren bzw. der Mentorin. Sie erhalten Einblicke u.a. in Klassenbuchführung, Klassenleitertätigkeit, Elterngesprächsführung und Zeugnisbeurteilung. Sie werden in die Planung und Durchführung von Wandertagen, Projekten, Aufsichten und Fördermaßnahmen einbezogen und nehmen an den schulischen Veranstaltungen, wie Konferenzen und Prüfungen teil. 

An vier Tagen in der Woche (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag) sind Sie an der Ausbildungsschule tätig. Der Mittwoch ist in folgendem 3-Wochen-Rhythmus jeweils der Seminartag: 

Woche A – Pädagogisches Seminar an der Seminarschule

Woche B – Fachseminar in den Räumlichkeiten des IQ M-V

Woche C – Fachseminar in den Räumlichkeiten des IQ M-V

Dieser Ausbildungsabschnitt umfasst den eigenverantwortlichen Unterricht, begleiteten Unterricht, Hospitationen und Seminarveranstaltungen. Für die Dauer eines Schuljahres wird eigenverantwortlicher bedarfsdeckenden Unterricht im Umfang von zehn Stunden erteilt. In diesem Zeitraum finden Beratungsbesuche der Fachleiterinnen und Fachleiter insbesondere in diesem Zeitraum statt.

Die Referendarinnen und Referendare melden sich zur Prüfung an. Auch die Hausarbeit mit der dazugehörigen Lehrprobe als Teil der Zweiten Staatsprüfung liegt in diesem Zeitraum.

Die genaue Terminierung der Zeitintervalle und Anmeldeverfahren zum Ablegen der Lehrprobe im Rahmen der Hausarbeit und der Prüfungsanmeldung erfolgt durch das Lehrerprüfungsamt.

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab. Zu dieser gehört eine 

  • Bewährungsnote für den Vorbereitungsdienst,
  • eine Hausarbeit (einschließlich Lehrprobe) und
  • Lehrproben in den studierten Fächern und Fachrichtungen.

Bei Ihrem Dienstantritt erhalten Sie einen genauen Zeitplan für den Ablauf und die Fristen des Prüfungsverfahrens für die Zweite Staatsprüfung. 

Die Examenslehrproben bestehen in der Regel aus zwei Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. In der Regel geben die Referendare die Examenslehrproben in verschiedenen Jahrgangsstufen vor bekannte Klassen gemäß dem angestrebten Lehramt. 

Nach der Zweiten Staatsprüfung wird der eigenverantwortliche, bedarfsdeckende Unterricht fortgesetzt.

Alle Referendarinnen und Referendare durchlaufen in Abhängigkeit von Ihrem Eintrittstermin am Anfang bzw. am Ende des Vorbereitungsdienstes eine zweimonatige Ein- bzw. Austrittsphase.  In dieser Phase werden wahlobligatorische Module angeboten.

Es besteht die Möglichkeit, den Vorbereitungsdienst bis zu sechs Monate zu verkürzen. Nach Beginn des Vorbereitungsdienstes kann hierzu ein Antrag nach Kenntnisnahme durch die Schulleitung der Ausbildungsschule über die Personalsachbearbeiterinnen des IQ beim Lehrerprüfungsamt (LPA) gestellt werden.  Eine Grundsatzvoraussetzung  ist der Nachweis von berufspraktischen Tätigkeiten von durchschnittlich mindestens zwölf Unterrichtsstunden wöchentlich während eines Schuljahres. Während des Studiums absolvierte schulpraktische Übungen genügen beispielsweise nicht. Weiterhin muss Ihr Ausbildungsstand eine Verkürzung des Vorbereitungsdienstes rechtfertigen. Stimmen alle Beteiligten d.h. die Mentoren, die Studienleitungen, die Fachleiter sowie das IQ einer Verkürzung zu, wird diese genehmigt.

Eine Verlängerung des Vorbereitungsdienstes kann auf Antrag aus besonderen Gründen erfolgen. Der Antrag ist an die Personalsachbearbeiterinnen des  IQ zu richten.

Für die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung des Referendariats ist das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Wichtige Ratgeber und Wegbegleiter sind neben den Mentorinnen und Mentoren und den Studienleiterinnen und Studienleitern an Ihren Schulen vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IQ M-V.
 

1. Personalbereich des IQ M-V für Organisatorisches

In allen Fragen hinsichtlich eines Schulwechsels, bei Problemen, Krankheiten etc. während des Vorbereitungsdienstes wenden Sie sich bitte an Frau Silka Rieckhoff (Tel. 0385/588-17873 oder per Mail an S.Rieckhoff@iq.bm.mv-regierung.de

Bei allen Anliegen in Bezug auf eine Schwangerschaft, Elternzeit etc. kontaktieren Sie bitte Herrn Daniel Zahn unter 0385/588-17815 oder per Mail an d.zahn@iq.bm.mv-regierung.de.


2. Regionalbereichsleiter und Regionalbereichsleiterinnen des IQ M-V

Regionalbereich Greifswald

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Bahnhofstr. 33/34
17489 Greifswald
Ansprechpartner: Manuela Halbhuber
E-Mail: m.halbhuber@iq.bm.mv-regierung.de


Regionalbereich Neubrandenburg

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Helmut-Just-Str. 4
17036 Neubrandenburg
Ansprechpartner: Manfred Albrecht
E-Mail: m.albrecht@iq.bm.mv-regierung.de


Regionalbereich Rostock

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Möllner Str. 12
18109 Rostock
Ansprechpartner: Niels Müller
E-Mail: n.mueller@iq.bm.mv-regierung.de


Regionalbereich Schwerin

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Schmiedestr. 8
19053 Schwerin
Ansprechpartnerin: Martina Kittelmann-Bartels
E-Mail: m.kittelmann@iq.bm.mv-regierung.de


3. Funktionen von Mentorinnen und Mentoren

Die Mentorin/der Mentor

  • informiert über
    verwendete Lehrbücher und Lehrmittel für das Fach, Sammlungen, Karteien, Bücherei, Fachraumausrüstung/Technik, Absprachen der Fach-/Schulkonferenz, Sicherheitsvorschriften
  • gibt dem Referendar Unterstützung bei
    Besonderheiten der Klasse/einzelner Schüler, Zielstellung/Einordnung der Unterrichtseinheit, Methoden- und Medienauswahl, organisatorischem Vorgehen
  • hospitiert im Unterricht und bespricht Planungsunterlagen und erteilten Unterricht
    didaktische und methodische Überlegungen, Zielformulierungen/Teilziele, Struktur der Stunde, Einstieg und Motivation, Medienauswahl, Zeitplanung, Formen der Ergebnissicherung, Alternativen
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