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Seiteneinstieg – der Direkteinstieg in den Schuldienst

Lehrerinnen und Lehrer sind heiß begehrt – jetzt und in absehbarer Zukunft. Für studierte Lehrkräfte heißt das: Sie können sich in den allermeisten Fällen aussuchen, in welcher Stadt und an welcher Schule sie arbeiten. Für diejenigen, die zwar nicht auf Lehramt studiert haben, aber einen anderen Hochschulabschluss vorweisen können, bedeutet das: neue Perspektiven im Schuldienst.

Voraussetzung für den sogenannten Seiteneinstieg ist die fachliche Qualifikation, also ob das Wissen aus dem Studium mindestens ein Unterrichtsfach abdeckt. Auch wer mit seiner Ausbildung und seiner Berufserfahrung die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, kann – unter engen Voraussetzungen – als Lehrkraft arbeiten (ein anderer Weg, über den Vorbereitungsdienst an die Berufliche Schule, wird als Quereinstieg bezeichnet; dazu informieren die Seiten für Referendarinnen und Referendare).

Diese Öffnung ist eine Chance für alle Beteiligten: Die „Neuen“ bringen nicht nur frischen Wind ins Klassenzimmer, sondern auch ihre berufspraktischen Erfahrungen mit in den Unterricht ein. Ihnen selber steht ein neuer Karriereweg offen.

Das Land stellt Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zunächst befristet für die Dauer eines Jahres ein. In diesem Jahr nehmen sie neben dem Beruf an der so genannten Grundlegenden pädagogischen Qualifizierung teil, die sie vorbereiten soll für die Lehrtätigkeit. Wer diese einjährige berufsbegleitende Qualifizierung des IQ M-V erfolgreich abschließt, kann als Lehrkraft im Schuldienst des Landes entfristetwerden. Die unbefristete Beschäftigung stellt die entscheidende Voraussetzung für die Teilnahme an der Modularisierte Qualifizierungsreihe dar. Voraussetzung für eine spätere Anerkennung einer Lehrbefähigung ist neben der Erfüllung der Bewährungszeiten laut Lehrerbildungsgesetz die berufsbegleitende Teilnahme an der modularisierten Qualifizierungsreihe, die nach drei Jahren mit einer Prüfung endet. Wenn beides erfüllt ist und die weiteren notwendigen Bedingungen ebenfalls zutreffen, besteht die Möglichkeit, verbeamtet zu werden

Den Startschuss für alle zum Schuljahresbeginn eingestellten Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger bilden zunächst mehrwöchige Qualifizierungsveranstaltungen, die grundlegende pädagogische Fertigkeiten und Kenntnisse über Schulrecht und Schulsystem in Mecklenburg-Vorpommern vermitteln.

Alle Informationen zum Seiteneinstieg in den Schuldienst an allgemein bildenden Schulen finden sich hier.

Die besonderen Regelungen für Lehrkräfte im Seiteneinstieg an beruflichen Schulen in MV sind in diesem Informationsblatt aufgeführt.

Häufig gestellte Fragen

  • Wie bewerbe ich mich als Seiteneinsteiger/in?

    Sie bewerben sich immer über die zentrale Stellenbörse www.lehrer-in-mv.de/lehrkraefte im Karriereportal für den Schuldienst in Mecklenburg-Vorpommern, aber niemals initiativ, direkt bei der Einzelschule auf eine ausgeschriebene Stelle.
    Die Bewerbung geht dann auf einem gesicherten Weg direkt an die Schule. Sollten sich für die ausgeschriebene Stelle keine ausgebildeten Lehrkräfte, also Lehrkräfte mit Lehrbefähigung oder einem gleichwertigen Abschluss oder fachlich nicht geeignete ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer bewerben, kommen Sie in Betracht; dann gelten die gleichen Regeln (einzureichende Unterlagen, Bewerbungsgespräch usw.).

  • Welche Vergütung gilt für Seiteneinsteiger/innen?

    Die Vergütung erfolgt nach der Entgeltordnung Lehrkräfte zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder. Während der Ausbildung (Qualifizierung) erfolgt die Zuordnung zu einer Entgeltgruppe zunächst in Abhängigkeit von den bislang tatsächlich nachgewiesenen Qualifikationen. Sofern die Ausbildung durch eine dem Lehramt gleichwertige Qualifikation abgeschlossen wurde, erfolgt die Zuordnung zu der Entgeltgruppe, welche der Besoldungsgruppe einer vergleichbaren verbeamteten Lehrkraft entspricht. Die Besoldungsgruppen der verbeamteten Lehrkräfte in MV regelt die Landesbesoldungsordnung A zum Landesbesoldungsgesetz M-V.

  • Kann ich mich nur auf bestimmte Bedarfsfächer oder bestimmte Schularten bewerben?

    Die Bewerbung als Seiteneinsteigerin oder Seiteneinsteiger ist nicht grundsätzlich auf bestimmte Fächer oder Schularten beschränkt. Nichtsdestotrotz bestehen in Bedarfsfächern des MINT-Bereichs sowie Kunst, Musik oder Sport und in bestimmten beruflichen Fachrichtungen größere Erfolgsaussichten für den Seiteneinstieg. Tendenziell sind freie Stellen an Gymnasien einfacher mit entsprechenden Lehramtsabsolventinnen und -absolventen zu besetzen als an Regionalen Schulen, in städtischen Zentren leichter als in der ländlichen Peripherie. Im Einzelfall kommt es auf mehrere Faktoren gleichzeitig an, damit eine Bewerbung ohne Lehramt oder Lehrbefähigung zu einem Direkteinstieg in den Schuldienst in Mecklenburg-Vorpommern führen kann.

  • Kann ich eine Lehrbefähigung nach fünf, sieben oder zehn Jahren Bewährungszeit erhalten?

    Fall 1: 5 Jahre

    Beispiel:
    Lehrkraft A. hat Chemie und Biologie mit jeweils einem Master of Science (M.Sc.) abgeschlossen und unterrichtet in signifikantem Umfang die Fächer Chemie und Biologie über einen Zeitraum von 5 Jahren an der Regionalen Schule. Ein signifikanter Umfang besteht dann, wenn mindestens 6 Wochenstunden Biologie und 6 Wochenstunden Chemie pro Schuljahr unterrichtet werden.

    Ergebnis: Lehrbefähigung für das Lehramt an Regionalen Schulen in Chemie und Biologie nach 5 Jahren.

    Beispiel:
    Lehrkraft B. weist einen Magister mit zwei Hauptfächern nach (Geschichte und Germanistik) und unterrichtet in signifikantem Umfang über einen Zeitraum von 5 Jahren die Fächer Geschichte und Deutsch in der Sekundarstufe II des Gymnasiums.

    Ergebnis: Lehrbefähigung für das Lehramt an Gymnasien in Geschichte und Deutsch nach 5 Jahren.

    Fall 2: 7 Jahre

    Beispiel:
    Lehrkraft C. hat ein Diplom in Informatik und unterrichtet das Fach Informatik in signifikantem Umfang (mindestens 6 Wochenstunden pro Schuljahr) über einen Zeitraum von 7 Jahren an der Regionalen Schule.

    Ergebnis: Lehrbefähigung für Regionale Schulen in Informatik

    Fall 3: 10 Jahre

    Beispiel:
    Lehrkraft D. unterrichtet seit 10 Jahren in signifikantem Umfang das Fach Spanisch an der Regionalen Schule, hat es aber nicht studiert.

    Ergebnis: Lehrbefähigung für Regionale Schulen in Spanisch

    Hinweis: Diese Variante ist nur für ein Fach umsetzbar.

     

    Weitere Voraussetzungen für eine Lehrbefähigungsanerkennung:

    • Der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der MQR muss dem Antrag beigefügt werden.
    • unbefristetes Arbeitsverhältnis an der beantragten Schulform in M-V
    • pädagogische Eignung
    • mindestens 50%ige Tätigkeit als Lehrkraft

     

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Lehrerstellen online
online
davon 193 unbefristet

Kontakt

zur Bewerbung für den Schuldienst als Lehrkraft oder upF